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3. Juni 2013

Nexus 10: CyanogenMod auf verschlüsseltem Gerät updaten

Das CustomROM "CyanogenMod" bietet seit Version 10 die Möglichkeit, vorhandene Updates automatisch herunterzuladen, so dass diese anschließend installiert werden können. Unter dem Nexus 10 oder ähnlichen Geräten, die über keine externe SD-Karte verfügen, kann das Einspielen der Updates  jedoch zu Problemen führen, falls das Gerät mittels der entsprechenden Android-Funktion verschlüsselt wurde. Im Folgenden soll diese Problematik erläutert und eine Möglichkeit zur Abhilfe gezeigt werden.

Die Update-Überprüfung von CyanogenMod 10 in den Android-Systemeinstellungen (Klicken zum Vergrößern)

Wenn ein Update zur Verfügung steht, wird das entsprechende zip-Archiv, dass die dafür notwendigen Dateien enthält, durch den Update-Mechanismus heruntergeladen und unter dem Verzeichnis /sdcard/cmupdater/ gespeichert. Wenn das Gerät über keine externe SD-Karte verfügt, handelt es sich bei diesem Verzeichnis lediglich um eine virtuelle Partition. Wenn das Update durch den Benutzer zur Installation ausgewählt wurde, wird das Gerät neu gestartet und in den Recovery-Modus (in diesem Post wird davon ausgegangen, das es sich hierbei um "ClockworkMod Recovery" handelt) gebootet um die Dateien des entsprechenden Archivs zu entpacken und zu installieren. Falls das Dateisystem des Geräts jedoch verschlüsselt wurde, steht die virtuelle SD-Karte, die das Archiv enthält, nicht zur Verfügung, da das zugehörige Verzeichnis auf dem verschlüsselten Dateisystem liegt und zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit zu dessen Entschlüsselung besteht. Das Updaten des Geräts scheitert demzufolge, da die notwendige Datei nicht gefunden werden kann.

Die elegante Möglichkeit, die CyanogenMod-Installation von dem jeweiligen Gerät aus herunterzuladen und zu installieren, ist damit ausgeschlossen, falls das Gerät verschlüsselt werden soll. Das Einspielen von Updates muss dann über eine USB-Verbindung manuell gesteuert werden, wozu folgende Schritt nötig sind:
  1. Zunächst muss die zu installierende CyanogenMod-Version auf dem Rechner heruntergeladen werden.
  2. Anschließend muss das Android-Gerät durch Halten der Power-, sowie der beiden Lautstärke-Tasten in den Bootloader-Modus neu gestartet werden.
  3. Über die Lautstärke-Tasten navigiert man anschließend zum Menüpunkt "RECOVERY MODE", den man durch Drücken der Power-Taste auswählt.
  4. Der Recovery-Modus wird anschließend gestartet. In dessen Hauptmenü wählt man dann die Option "install zip from sideload".
  5. Das Gerät muss nun per Micro-USB mit dem Rechner verbunden werden.
  6. Über die Kommandozeile kann anschließend aus dem Verzeichnis, das das heruntergeladene zip-Archiv enthält an das Android-Gerät übertragen werden. Hierzu genügt folgender Befehl, wobei der Name der zip-Datei natürlich angepasst werden muss:
     adb sideload cm-10.1-20130603-NIGHTLY-manta.zip  
Das Update sollte darauf hin eingespielt werden und das Gerät kann anschließend neu gestartet werden.

20. März 2013

Ubuntu: Update von LTS-Releases

Die Versionen der beliebten Linux-Distribution "Ubuntu" lassen sich in zwei Kategorien aufteilen: Sogenannte "Long-Term-Releases" und Zwischenreleases. Die LTS-Releases sind hierbei für einen längerfristigen, stabilen Einsatz ausgelegt, weshalb ihr Support-Zeitraum ganze 5 Jahre beträgt, während die Releases, die zwischen zwei LTS-Versionen veröffentlicht werden, lediglich für 9 Monate (früher 18 Monate) supportet werden.

Wer eine LTS-Version von Ubuntu im Betrieb hat, jedoch in den Genuss der neuen Funktionen, der darauf folgenden Releases kommen will, muss feststellen, dass die Aktualisierungsverwaltung keine Updates auf diese neueren Versionen anbietet, falls eine LTS-Version installiert ist. In den folgenden Schritten soll erklärt werden, wie trotzdem von einem Long-Term-Release auf nachfolgende Zwischenversionen geupdatet werden kann. Die Anleitung bezieht sich dabei auf die Aktualisierung von der LTS-Version 12.04 "Precise Pangolin" auf die Version 12.10 "Quantal Quetzal".
  • Zunächst muss der Update-Manager gestartet werden. Dies ist beispielsweise über das Dashboard möglich.
Starten des Update-Managers über das Ubuntu-Dashboard
  • Über einen Button im linken, unteren Eck des Update-Managers lassen sich dessen Einstellungen anpassen.
Der Button zu den Einstellungen des Update-Managers
  • Unter dem Register "Aktualisierungen" des Einstellungs-Dialogs befindet sich ganz unten eine Option "Über neue Ubuntu-Versionen benachrichtigen". Standardmäßig ist der Wert "Für Langzeitunterstützungsversionen" ausgewählt. Um auch Benachrichtigungen über Zwischenversionen zu erhalten, muss der Wert "Für jede neue Version" eingestellt werden. Eine Änderung dieser Option erfordert die Eingabe des User-Passwortes.
    Auswahl zur Benachrichtigung über jedes Release (Klicken zum Vergrößern)
  • Anschließend muss der Update-Manager geschlossen und neu gestartet werden. Danach sollte auf die Verfügbarkeit einer neuen Ubuntu-Version hingewiesen werden, die über einen Klick auf "Aktualisieren" sofort installiert werden kann.
Benachrichtigung über die Verfügbarkeit einer neuen Ubuntu-Version (Klicken zum Vergrößern)

Falls benutzerdefinierte PPAs hinzugefügt wurden, werden diese bei einem solchen Update entfernt und müssen anschließen wieder manuell hinzugefügt werden. Dabei ist zu überprüfen, ob die jeweiligen PPAs die neue Version überhaupt unterstützen. 

Eine Übersicht über die aktuellen und zukünftigen Ubuntu-Versionen findet man unter diesem Link.